Unimog 405 mit Schneepflug auf Tamiya CC-01-Chassis - die Fässer

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Unimog 405 mit Schneepflug auf Tamiya CC-01-Chassis

Modellbau > RC-Modelle
Dickie Unimog U300
Das zweite Modell entstammt ebenfalls dem Dickie-Programm und begann 2001/2002. Als ich das Modell zum erstenmal sah, fiel sofort auf die beeindruckende Detailierung, die angenehm authentische Farben, die Seilwinde vorn, die vielen gut gemachten Details, nur die roten-Rundumleuchten stören die Optik. für mich als Unimog-Freund war klar der musste her!
Unter der Oberfläche sah es dann nicht ganz so gut aus. Fürs Spielzeugregal OK, aber nicht für den Modellbauer. Die Fernsteuerung, der Motor, der Lenkeinschlag, die Antriebsmechanik, die Räder,.... alles unterstes Niveau. Von dem Fendt-Traktor war ich ja schon gewohnt, dass man das Modell so, wie es im Regal steht, eigentlich nicht gebrauchen kann. Der sich anschließende Umbau zu dem heutigen Stand fand dabei in mehreren Schritten ab. Im ersten Schritt wurde nur ein 'richtiger' Fahrregler und ein Lenkservo eingebaut. Als dann ein Tamiya CC-01 Chassis vom dem 416er Unimog (siehe dort) übrig war, begann im zweiten Schritt der Radikalumbau. Der Schritt 3 bestand dann im Anbau eines Schneeschiebers und in der Überarbeitung der Elektrik und Lenkung.  
Optimierung des Original Chassis
So sah das Modell im Originalzustand aus. Das Öffnen des Chassis, um an die Elektronikbauteile zu kommen, habe ich von Blechschrauben auf metrische Schrauben umgestellt. Das Öffnen blieb aber dennoch sehr aufwendig. Dann musste statt der originalen Elektronik ein  Fahrregler und ein Empfänger her. Beides ließ sich gut einbauen, der Platz war vorhanden. Die vorhandene Lenkmechanik hatte ziehmlich die gleichen Abmessungen wie das vorgesehene Lenkservo. Dadurch gestaltete sich auch hier der Umbau einfach.
Der Fahrbetrieb enttäuschte trotzdem. Die Achsen haben nur minimalen Federweg, eineVerschränkung ist kaum möglich. Dadurch und durch die fehlenden Differenzialsperren schafft das Modell nicht einmal kleinste Hindernisse. Auch störte der unübliche 9,6Volt Akku und die mangelhafte Wartungsfreundlichkeit.
Umbau auf Tamiya CC-01 Unterbau
Wie schon gesagt, war von meinem 416er ein Tamiya CC-01-Chassis übrig. Das ist zwar auch nicht wirklich geländetauglich, aber für ein Straßenfahrzeug doch zu gebrauchen. Also wurde der Entschluss gefasst, die gute Karosse auf das Tamiya Chassis zu setzen.  Der hierfür notwendige Aufwand ist zwar hoch, aber das Ergebnis stellt mich bis heute noch zufrieden. Für alle Anbauteile, Tank, Pritsche, Rückleuchten, Kabine, Winde,... müssen am Chassis Anbaupunkte gefunden und entsprechende Halterungen gebaut werden. Dazu noch so, dass Platz für die Elektrik bleibt. Auch die Wartungsfreundlichkeit soll nicht vernachlässigt werden. Alle Teile sollen erreichbar und einzeln ausgebaut werden können. Auch die Elektrik sollte steckbar ausgeführt werden. Zusätzlich bekommt der Unimog noch eine Beleuchtungsanlage. Die Winde wird mit einem neuen Regler versehen, wodurch sie sich deutlich feinfühliger steuern läßt.
Darüber hinaus wird die Lagerung der Lenkung überarbeitet, um das Spiel zu reduzieren. Auch die Vorderachse wird mit Tuningteilen, die es ja für das Chassis reichlich im Netz zu kaufen gibt, verbessert.
Mit dem neuen Chassis wird der Unimog zu dem was ich erwartet hatte. Die Fahreigenschaften sind in Ordnung, als Akku kommt ein 'normaler' 7,2V Pack zum Einsatz. Alle Teile sind gut demontierbar und auch die Elektronikkomponenten sind einfach zugänglich. Die Winde kommt mit dem elektronischen Eigenbauregler erstmals richtig zur Geltung. Die Lichtanlage mit Blinkern rundum, Scheinwerfer, Rück- und Bremslichtern ist das optische Highlight.
Noch nicht optimal sind nach wie vor die roten Rundumleuchten und die nicht Unimog typischen Achsen, aber damit kann ich erst mal leben.

Die Bilder links zeigen die Etappen des Umbaus.
Der Unimog wird mit Räumschild und neuer Elektrik aufgewertet
In diesem Abschnitt wird ein Schneeschieber angebaut und die Elektrik wird gründlich überarbeitet.
Den Schneeschieber kann man ja fertig kaufen, und das habe ich auch so gemacht. Nur die Antriebseinheit für die Hubfunktion ist derart klobig, dass ich mich sofor für einen Eigenbau entschieden habe. Dabei kam dann auch die Idee zum tragen, die Hubfunktion mit Hilfe der Winde zu realisieren. Also Hubeinheit weg und die Hubmechanik selbst entworfen und gebaut (siehe Fotos unten). Für die Hubfunktion war aber der Regler von Conrad nicht feinfühlig genug. Daher bin ich auch hier auf einen Eigenbau umgestiegen. Damit ist die Winde so feinfühlig zu bedienen, dass sie auch zum Heben und Senken des Schildes zu gebrauchen ist.
Die vorhandene Schalteinheit von Conrad für Licht und Blinklicht habe ich dann auch gleich noch durch eine selbst gebaute ersetzt. Beide Eigenbauplatinen sind deutlich kompakter als die von Conrad und arbeiten einwandfrei. In dem Zuge habe ich dann auch die Verkabelung zum Teil überarbeitet, weil die immer nur 'mit gewachsen' war und entsprechend aussah.

Die Fotos links zeigen den Schneepflugaufbau und die neue Elektronik

Damit ist ersteinmal ein Stand erreicht, wie ich mir das Modell vorgestellt habe. Was noch offen ist? vielleicht die roten Rundumleuchten ersetzen, einen Streuaufbau auf die Prtsche, eine funktionfähige Anhängerkupplung, ...... Aber welches Modell ist schon wirklich fertig?
Die Warnleuchten werden GELB!
Dann passierte es:
im August 2020 fand ich eher zufällig bei ebay eine orange-farbene Warnleuchte für meinen Unimg. Die Maße gecheckt und für gut befunden - also bestellt!
Der Sockel in blau-metallic war gewöhnungsbedürftig, die Befestigung mit zwei außermittigen M2-Gewindebohrungen auch und der fest angeschlossene Stecker ist ziehmlich praxisfremd, weil er duch keine Bohrung geht. Trotzdem ist die Funktion überzeugend. Also was solls - den Stecker abgeschnitten, eine passende Aufnahme gedreht, die das blau-metallic überdeckt, die alten roten Atrappen abgeschnitten und die Bohrung für den Adapter aufgebohrt. So ergibt sich ein realistisches Bild.
Der Anschluss gestaltete sich relativ einfach weil die Elektrik bereits vorbereitet war. Allerdings mussten die Kabel verlegt und die geplante Versorgung mit 7,4Volt direkt aus dem Akku auf 5Volt reduziert werden. Ein einfacher Vorwiderstand erwies sich dabei als nicht geeignet. Daher habe ich einen Spannungregelbaustein 78L05 in die Zuleitung eingebaut.

So hat das Modell mal wieder ein Stück dazu gewonnen.  Mal schauen, wie es weiter geht und was als nächstes kommt....

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